Der Japankäfer kann grosse Schäden an Pflanzen und Grünflächen anrichten. Seit 2024 laufen im Raum Basel Bekämpfungsmassnahmen, die dieses Jahr weitergeführt werden. Auch im Quartier hängen wieder Lockstofffallen. Was Sie beachten sollten – und was zu tun ist, wenn Sie einen Käfer entdecken.
Warum der Käfer ein Problem ist
Der Japankäfer ernährt sich von rund 400 Pflanzenarten – von Beeren, Obstbäumen und Reben bis zu Rosen, Ahorn und Linden. Oft bleiben nur die Blattgerippe zurück. Seine Larven fressen im Boden die Graswurzeln, wodurch Rasenflächen braun werden und absterben. In der Schweiz ist der Käfer melde- und bekämpfungspflichtig.
Drei Dinge, die Sie tun können
- Keine eigenen Fallen aufstellen. Die kantonalen Lockstofffallen dienen der Überwachung. Private Fallen würden zusätzliche Käfer anlocken und die Ausbreitung fördern.
- Rasen zurückhaltend bewässern. Feuchte Grünflächen sind für die Eiablage besonders attraktiv. Während der Flugzeit sollten Rasen- und Wiesenflächen möglichst wenig oder gar nicht gewässert werden.
- Funde melden. Jeder Verdachtsfall hilft, die Ausbreitung einzudämmen.
Käfer gefunden? So gehst du vor
- Einfangen und nicht wieder freilassen.
- Erkennen: Der Japankäfer ist rund einen Zentimeter gross, etwas kleiner als ein Fünfrappenstück. Typisch sind fünf weisse Haarbüschel auf jeder Körperseite und zwei grössere am Hinterleib. Die Flügeldecken schimmern kupferfarben, Kopf und Körper grünlich.
- Fotografieren und den genauen Fundort notieren.
- In ein fest verschliessbares Glas oder eine Dose geben und über Nacht ins Gefrierfach legen – auch wenn der Käfer bereits tot scheint.
- Melden unter Tel. 061 267 64 00 oder japankaefer@bs.ch.
Sie haben Fragen zu den Massnahmen im Quartier?
Melden Sie sich beim Stadtteilsekretariat Basel-West – oder wenden Sie sich direkt an die Japankäfer-Hotline.
→ Kanton Basel-Stadt: Japankäfer (www.bs.ch/japankaefer)

