Rund um die Heuwaage verändert sich in den kommenden Jahren viel. Der 2010 erlassene Stadtteilrichtplan Heuwaage–Zoo zeigt, wie sich das Gebiet weiterentwickeln soll. Die Neugestaltung des Nachtigallenwäldlis, die Revitalisierung des Birsigs und der Neubau der Kuppel sind bereits realisiert; weitere Bau- und Verkehrsprojekte folgen. Einige liegen in privater Hand – etwa das Hochhaus Heuwaage oder die Zooerweiterung –, für andere ist der Kanton verantwortlich. Manche sind planerisch weit fortgeschritten, bei anderen stehen die politischen Beschlüsse noch aus. Der Kanton führt inzwischen alle 18 Vorhaben auf einer gemeinsamen Übersichtsseite.
Was das Quartier am ehesten spürt
- Hochhaus Heuwaage: Das Hochhaus «Steinentor» wird seit Anfang 2026 etagenweise zurückgebaut. An seiner Stelle entsteht ein Neubau mit Läden, Gastronomie, Büros und 66 Wohnungen. Aushub 2027, Rohbau bis Ende 2029, Bezug voraussichtlich 2031.
- Zoo Parking Erdbeergraben: Seit Januar 2025 im Bau. Von Frühling 2026 bis Sommer 2027 entsteht der Rohbau, die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant. Das Parking ist Voraussetzung dafür, dass der Zoo Richtung Norden wachsen kann.
- Zwischennutzung Am Birsigbogen: Im nördlichen Teil des Birsig-Parkplatzes soll eine Fussgängerzone mit Sitzgelegenheiten, Veloabstellplätzen sowie mobilen Spiel- und Sportelementen entstehen, dazu Begrünung und bessere Beleuchtung. Der Grosse Rat hat am 6. Mai 2026 1,2 Millionen Franken bewilligt; die Umsetzung startet voraussichtlich im Herbst 2026. Die Zwischennutzung gibt Aufschluss über die längerfristige Gestaltung des gesamten Birsig-Parkplatzes ab frühestens 2035.
- Bike & Ride: Auf der Fläche des zurückgebauten Kiosks in der Unterführung Lohweg soll 2026 eine Bike&Ride-Anlage entstehen.
Verkehr: die grossen Weichenstellungen
- Verkehrsfläche Heuwaage–Binningerstrasse–Erdbeergraben: Geplant sind ein Kreisverkehr am Verkehrsknoten, Verbesserungen für Fuss- und Veloverkehr, der Doppelspurausbau des Trams an der Binningerstrasse und behindertengerechte Tramhaltestellen. Ein Grossratsbeschluss wird 2027 erwartet, die Ausführung ist ab 2033 vorgesehen.
- Margarethenverbindung: Sie macht die Tramwendeschlaufe an der Heuwaage überflüssig – die frei werdende Fläche liesse sich begrünen oder anders nutzen.
- Zollibrücke: Die neue Fuss- und Veloverbindung soll Bachletten und Gundeldingen verbinden. Der Grosse Rat hat am 14. Januar 2026 Mittel für Vorprojekt und Studienwettbewerb bewilligt.
Schutz vor Hochwasser
Bei sehr starken Regenfällen droht eine Überschwemmung des Zoos und weiter Teile der Talsole von der Heuwaage bis zur Schifflände. Als Schutzmassnahme ist ein zusätzlicher Entlastungsstollen zum Rhein geplant. Der Ratschlag zum Vorprojekt soll 2026 dem Regierungsrat und dem Grossen Rat vorgelegt werden.
Das Stadtteilsekretariat Basel-West behält die Entwicklungen rund um die Heuwaage im Blick. Sie haben Fragen oder Anliegen zu einem der Projekte? Melden Sie sich bei uns.

